Angst um Pepper

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Nachdem Pepper Anfang der letzten Woche eine Nacht lang einen schlimmen Husten mit Würgen hatte, hatten wir uns entschlossen, das auf jeden Fall in der Tierarztpraxis abchecken zu lassen. Dienstag hatten wir dann den Termin. Da wir weder einen Fremdkörper noch eine Entzündung entdecken konnten, blieb noch die Frage, ob der Husten durch ein vergrössertes Herz und in Folge dessen Wasser in der Lunge ausgelöst wurde. Ich wusste, das kommt bei alten Hunden häufiger vor und liesse sich ganz gut behandeln. Insofern waren ich relativ entspannt und wartete die Ergebnisse des Röntgen ab.

Leider zeigten sich auf der Lunge faserige weisse Veränderungen. Die Tierärztin meinte aber sie wolle da noch keine Diagnose stellen und sich erst am Nachmittag mit ihrer Kollegin absprechen. Wir verabredeten einen neuen Termin für den nächsten Vormittag.

Diesen Termin konnte ich arbeitsbedingt leider nicht wahrnehmen. Peppers Husten war jedoch auch fast vollkommen verschwunden Und ich machte mir eigentlich keine Gedanken mehr deswegen.

Trotzdem telefonierte ich Donnerstag mit der Tierärztin. Und bekam die niederschmetternde Diagnose: Pepper hat Lungenkrebs…

Der erste Schock war gross. Natürlich war mir schon lange bewusst, dass ein Hunde mit über 15 Jahren nur noch eine begrenzte Lebenserwartung hat, aber dass sie durch einen Krebs von uns gehen sollte, das war ein schlimmer Gedanke.

Dankenswerter Weise hatte natürlich vor allem Alex ein offenes Ohr für meine Ängste und den Schreck, aber auch Svenja und Sabine haben mir mit ihrem Zuhören sehr geholfen.

Heute war ich dann noch einmal in der Tierarztpraxis, um mich zu informieren, was Pepper und mich erwarten würde. Glücklicherweise wird sie wohl keine Schmerzen haben durch den Krebs, nur durch das eingeschränkte Lungenvolumen immer schneller müde und schlapp sein und mehr schlafen. Irgendwann wird es dann eben nicht mehr genug Luft sein, die Pepper atmen kann, und dann liegt es an mir, ihr unnötiges Leiden zu ersparen. Aber glücklicherweise kann das durchaus noch einige Monate dauern, bis wir an diesem Punkt sind und bis ganz kurz vor Ende wird Pepper eine lebenswertes Leben haben. Die Tierärztin hat sich viel Zeit für meine Fragen genommen und mir diese ehrlich und einfühlsam beantwortet, so dass ich dieses nicht ganz einfache Gespräch als sehr beruhigend empfunden habe und nun ganz gut mit der Situation umgehen kann.

Wir haben uns entschieden, die Zeit mit unserer alten Dame so gut als möglich zu geniessen und uns nicht zu sehr von der Diagnose beeinflussen zu lassen. Derzeit ist Pepper für ihr Alter noch überdurchschnittlich fit. Also wünscht uns viel Spass dabei!

This entry was posted on 13/05/2014 at 22:51 and is filed under Frauchens Tagebuch. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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